Das Wohngebäude Edifício Copan in São Paulo ist bis heute eine lebendige Skulptur der südamerikanischen Moderne. Ein Lokalaugenschein zwischen den Jahrzehnten.
Text und Fotos
Alois Gstöttner, São Paulo (Album / Der Standard, Ausgabe: 26./27. März 2011); Profil auf Nextroom.at
Tom Jobim komponierte mit »The Girl from Ipanema« ein Juwel des Bossa Nova. Die Seleção feierte ihren zweiten Weltmeistertitel in Chile. Und die Architekturretorte Brasília wurde die neue Hauptstadt des Landes. Die frühen 1960er-Jahre, eingebettet in ein visionäres, eigenständiges und modernes gesellschaftliches Klima. Oder, wie Stefan Zweig vor mehr als 70 Jahren seinen Exil-Zufluchtsort charakterisierte: »Brasilien. Ein Land der Zukunft«.
In dieser pulsierenden Ära realisierte der Architekt Oscar Niemeyer im Herzen der rapid wachsenden Millionenmetropole São Paulo einen Wohnbau der Superlative. Das Edifício Copan, das 1957 zu bauen begonnen und schlussendlich neun Jahre später unter Carlos Lemos fertiggestellt wurde, ist eine 140 Meter hohe Wohnmaschine mit 32 Etagen, 1160 Wohneinheiten und einer eigenen Postleitzahl.
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»Die Vuvuzela nervt«, tuschelt die Mehrheit. »Die Vuvuzela ist zu akzeptierendes Kulturgut«, fachsimpelt die Minderheit. Eine Bestandsaufnahme zwischen White Stripes, Nelson Mandela und Shakira. Text: Alois Gstöttner und Karina Lackner für »Liga – Magazin für Menschenrechte« (2/2010) – Wien, Mai 2010 weiter
253 Curlingspieler sind in den sechs heimischen Vereinen gemeldet. Eher wenig. Was die mittelfristige Zukunft angeht, ist die überschaubare Szene dennoch positiv gestimmt. Potenzielles Mitglied 254 durfte zwischen Kitzbühel und Ottakring mitfegen. Eine Randsportart in den eisigen Startlöchern. weiter
