Alex Bellos, Brasilien-Korrespondent für den »Guardian« und den »Observer« – sprich, ausgerechnet ein Engländer – schrieb dieses Buch über unser aller liebstes Spiel, mit Schauplatz Brasilien. 2002, kurz nach der Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan, erschien dieser rund 400 Seiten starke Ziegel mit den Bestandteilen Fachwissen (der Fallrückzieher geht nicht zurück auf den »schwarzen Diamanten« Leônidas da Silva, sondern wurde bereits 1914 beim Chilenen Ramón Unzaga Asla gesichtet) und unglaublicher Rechercheaufwand (Besuch bei drei brasilianischen Legionären auf den Färöer-Inseln). »Den Eckstoß treten und ihn selber mit dem Kopf verwandeln«, sagt man in Brasilien und umschreibt damit so Typen wie Alex Bellos.
Elf Mal wurde dieses Werk übersetzt. Zu Recht! Eine Bibel für jeden gläubigen Fan. Der Fußballgott hätte seine Freude damit.

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Futebol – Die brasilianische Kunst des Lebens
Alex Bellos
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; 2004, 400 Seiten
Was für Argentinien Diego Maradona, für Manchester United Éric Cantona ist, das ist und bleibt Manuel Francisco dos Santos – Mané Garrincha – für Brasilien: einer von uns. Einer mit ordentlichen Schwächen, einer, in dem sich unsere Träume und Sehnsüchte spiegeln. Vor 25 Jahren hat er uns verlassen. Das schlampigste Talent der Fußballgeschichte im Portrait. weiter
Der ehemalige Kapitän von Manchester United bzw. der irischen Elf und nunmehrige Sunderland-Erfolgscoach Roy Keane gilt als Prototyp des kämpfend-grätschenden Bastards. Zahlreiche Rote Karten und eines der härtesten Fouls der ballestrischen Inselgeschichte nährten das Image des »Enfant Terrible«. weiter
Siebzehn sechsjährige Augenpaare starren mich fragend an. Okay. Locker bleiben, Ansätze von Autorität ausstrahlen, dabei nicht allzu uncool werden. Ich antworte den 34 Beinen: »Laufen, mit abschließendem Doppelpass und Torschuss.« weiter